Ich

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Dienstag, 30. Mai 2017

Hallöchen Ihr Lieben

Wie geht es euch ? Ist es nicht toll , endlich scheint die Sonne und das auch noch für Tage. Das Grau hier in NRW war echt nicht mehr auszuhalten. Jetzt können wir aber endlich ein paar Monate das Wetter genießen. Yea. Ich wohne eindeutig falsch, ich muss woanders hinziehen , da wo  das ganze Jahr Sonnenschein herrscht. Kluger Spruch, keine Umsetzung. Grins.
Nun, ich habe euch in Februar berichtet , angefangen zu haben meine Denkweise zu ändern. Es ist immer noch großartig. Ich stehe jeden Tag auf und sage jeden Morgen liebe Worte zu mir. Ich bin sehr Achtsam dabei, keine Beleidigungen oder harte Vorwürfe gegen mich zu richten. Das ist immer noch schwer denn die blöde Gewohnheit ist stark. Ich empfinde es aber mit einem Lächeln. Wenn mir ein Missgeschick passiert reagiere ich sofort damit wie doof ich sei, merke es sofort, lächle und sage mir das es passieren kann , es ist kein Weltuntergang. Ich erlaube mir, mich selbst zu umsorgen, zu schützen. Auch hier muss man sehr Achtsam und mutig sein, es geht aber. Noch immer empfinde ich absolute Lebenslust, keinen Kampf leben zu müssen. Unglaublich wie befreiend es ist. Nun, ich habe mich immer gefragt weshalb mir immer wieder ähnliche Situationen durch unterschiedliche Menschen passieren? Eben wie ein roter Faden. Durch viele Videos hab ich es endlich erkannt. Ursache und Wirkung. Also wenn ich mich jeden Tag hasse, glaube ,ich sei nichts weiter Wert als Dreck und Müll, verletzt und Missbraucht zu werden dann werde ich genau so immer wieder behandelt und ziehe immer wieder solche Menschen an. Das war der absolute Durchbruch, kombiniert mit all den Jahren Therapie. Ich habe es begriffen. Somit habe ich meinen Ordner noch mal genutzt , alles noch mal geschaut was Selbstwert betrifft. Ich fing an mich von der Vogelperspektive zu betrachten und stellte fest , dass ich nicht nur ein guter Mensch bin sondern ganz viel Liebe verdient habe so wie ich anderen Menschen meine Liebe auch schenke. Ich begriff , dass ich Lebe bedeutet unwahrscheinlich viel Stärke und Courage , denn ohne dem wäre ich nicht das was ich bin. Ich begriff , dass ich zwar Krank bin, nicht weit raus komme, Angst vorm Kotzen habe, KPTBs habe aber das ist auch in Ordnung so. Denn es ist berechtigt, es sind so viele schlimme Dinge passiert, die sind so tief drin. Ich vergleiche es mit einem Hausbau. Wenn von Anfang an kein festes Fundament gebaut wurde , wird das Haus nicht lange aufgebaut stehen bleiben. Es wird schief, es wird schimmeln , man kann es nicht ganz machen man muss es abreißen. Von Grund auf neu bauen. So ist es mit Menschen die ähnliches erlebt haben wie ich. Man wächst nicht gesund auf, man wird krank erzogen. Ein oder 2 Traumen kann man heilen aber etwas was von je her da ist , kann man Therapeutisch nicht heilen. Wie denn auch. Man hat nun mal keine gesunde Basis auf die man Therapieren könnte. Ich könnte jetzt denken, guter Grund zu sterben, habe ich auch zu Anfang. Aber ich habe Erleichterung gespürt, ich habe mich geborgen gefühlt, ich habe mich begriffen. Seither kämpfe ich nicht mehr gesund zu werden sondern ich LEBE und zwar mit meinen Symptomen, mit meinen Einschränkungen . Ich Lebe so wie ich es möglich machen kann, ich akzeptiere mein ICH genau so wie es ist. Das alles in Kombi führt dazu , dass ich mich sehr mag, ich bin so unglaublich stolz auf mich, denn ich Lebe und ich bin stark. Ich habe nicht einen Suizidgedanken, ich habe kein Bedürfnis mir weh zu tun, ganz im Gegenteil. Ich fühle mich wie noch nie nie in meinem Leben. Ich habe vor kurzen erst wieder sehr trauriges erleben müssen. Etwas was mich betrifft, mein Herz. Zuerst dachte ich, naja schon wieder abgestoßen und ungeliebt. Ich entschied mich aber zu heulen. Ich habe längere Zeit immer wieder geheult , ich habe entschieden das zu einem glücklichen Leben nun auch mal Trauer, Traurigkeit und Wut gehört. Somit habe ich es akzeptieren können ohne es persönlich zu nehmen. Ich entschied an mein Herz zu denken und habe den Abstand angenommen ohne Wut oder Verzweiflung. Ich Liebe den kleinen Menschen für immer , werde immer eine Basis darstellen aber auch nicht daran ziehen als sei er mein Eigentum. Das ist für mich wahre Liebe. Anders sieht es aus bei Männern. Ich kämpfe für keinen mehr, wer nicht bei mir sein will, gehört auch nicht zu mir. Das ist ok, es ist aber auch ok wenn ich aufhöre darüber zu sprechen  und mich nicht mehr rein knie, als es sich gehört. Ich wünsche mir einen Mann der mich liebt, original wie ich bin, samt meinen Symptomen und der bereit ist zu jagen. Und noch mehr Dinge , die ich selbst auch bereit bin zu geben alles was darunter ist , möchte ich keine Zeit mehr investieren. Das ist übrigens auch neu, früher war ich der Meinung , dass ich kein Recht habe solche Bedürfnisse stillen zu wollen, heute weiß ich es besser. Nun gut mit dem Thema. Mein enges Umfeld hat es sich ganz so leicht  meine Veränderungen zu begreifen. Ich gebe ihnen Zeit.  Sonst war ich immer und immer erreichbar , habe mich um alles gekümmert und immer hab ich geholfen. Nun helfen werde ich weiterhin , es entspricht nun mal mein Wesen aber eben nicht mehr ungefragt. Normal erzählt mir jemand ein Problem , schon suche ich nach Lösungen und schwupp Problem gelöst . Nun gebe ich nur noch Lösungen preis wenn die Person mit denkt , mit handelt . Hilfe zur Selbsthilfe eben. Gut, es gibt auch Situationen wo ich handeln werde wie ich es immer gemacht habe, ganz klar. Ich bin die älteste Schwester und die Freundin worauf man sich verlassen kann, ganz gleich was auch ist. Das kann ich und das mache ich gerne. Ich denke man kann verstehen wie ich es meine, hoffe ich. Ihr seht , es hat sich viel getan, viel nicht kämpfen viel Spaß an dem was ich hier mache. So viel psychische und mentale Entlastung wenn ich mich annehme wie ich bin. Ich Liebe mein Herz, denn trotz allem ist es gut geblieben, ich habe keinen Hass mehr in mir, ich empfinde Stolz über meine Leistungen und ich Lebe. Obwohl die Krankheiten gleich geblieben sind , fühl ich mich mit den selben Symptomen so viel besser. Das was mir immer noch unwahrscheinlich schwer fällt und mich auch dauernd zurück wirft in meine dissoziativen Zustände sind zu viele Kontakte mit Menschen. Jeden Tag sehe ich , höre ich, lese ich Menschen. Ich bin damit so krass über meine Grenzen durch die Jahre hier , dass ich oft dissoziiere . Das habe ich auch schon desöfteren angesprochen nur leider scheint das für mein Umfeld ein Problem zu sein. Naja ich mag nicht mehr reden darüber. Ich meine das nicht böse, ich hab das nun mal so , dass ich viele Pausen brauche. Keine Ahnung ob sich das auch noch bessert, ich habe ja versucht mitzuhalten. Nur den Salat habe ich jetzt, ich finde keine Ruhe mehr, keine Entlastung. Also versucht meine Psyche von meiner Umgebung  weg zu kommen, da ich ja leider nicht abhauen kann. Sonst würde ich es tun. Anders wird es ja erst gar nicht angenommen. Mal schauen welche Lösung sich noch ergibt.
Also, alle Symptome sind da tzd geht es mir gut und das schon paar Monate. Wahnsinn.
Was gibt es sonst Neues? Hmm muss ich überlegen. Meine jüngste Schwester zieht bald aus unserem Ort weg, ins Eigenheim, sehr spannend das Ganze. Ich finde es gut, sie soll ihren Weg gehen. Meine Neffe Max ist nun 2 Jahre geworden und der kleine Tom wird 1 Jahr am Samstag. Ahhh jjaaaa ich habe uns (meinen Kids, Nichte, Neffen und mir) einen größeren Pool gegönnt , den ich morgen aufbauen werde. Was für ein Spass das sein wird. Freue mich darauf es mit den Würmern einzuweihen. Ich habe mal wieder versucht Auto zu fahren mit meinem Kindchen , ich habe es geschafft auch noch einen mini Waldspaziergang zu machen aber es ist nicht schön. Es ist nur anstrengend. Nun ja also wieder Fahrrad fahren weil das vertrage ich deutlich besser, es ist viel weniger anstrengend gegen die Angst zu gehen. Das kann ich auch ehrlich genießen. Genießen wie man es unfrei halt nur kann. Ansonsten viel die Sonne genossen im Garten oder auf meinen Balkon. Beides klasse. Ich habe eine neue Bekanntschaft, die ich sehr locker aber respektvoll bezeichnen würde und einfach geschafft hat sich Stundenlang meine Trauer anzuhören, mich weinen lassen hat und gleichzeitig mir viel Kraft geschenkt. Das ist für mich nicht selbstverständlich. Für gewöhnlich ,wenn ich über ein Problem rede, ist der Gegenüber dauernd bei sich, kurz wieder bei mir dann wieder bei sich. Es gibt halt Situationen wo ich einfach mal alleine über mich reden möchte. Er hat es einfach getan, bin froh das ich ihm das erzählt habe. Solche Kleinigkeiten sind für mich die Welt und bedeuten mir unwahrscheinlich viel. Nun so langsam komme ich zum Ende, ich denke ich werde noch paar Fotos hier rein setzte denn mein Glück möchte ich auch mit euch teilen. Nun gut meine Lieben, bleibt gesund und passt auf euch auf.
In aller Liebe eure Jessi.

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